Logistische Hochleistung beim Moorbrand in Meppen mit Stolberger Helfern

MTW Zugtrupp des OV Stolberg

MTW Zugtrupp des OV Stolberg: mobile Führungszentrale zur Einsatzkoordination

 

Meppen (Niedersachen) / Stolberg. Eine fünfköpfige Einsatzmannschaft aus der Kupferstadt Stolberg ist im 278 Kilometer entfernten Meppen im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört die Koordination zur Unterbringung und Versorgung von THW-Einsatzkräften, die momentan am Einsatz beim Moorbrand auf der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 der Bundeswehr bei Meppen beteiligt sind.

 

Stolberger Einsatzkraefte vor der Abfahrt

Stolberger Einsatzkraefte vor der Abfahrt

 

Zur Unterbringung der überregionalen THW-Einsatzkräfte in Meppen wurde ein Bereitstellungsraum 500 (BR 500) eingerichtet. Für dessen Belegung und Betrieb sind die Stolberger Kräfte mit ihrem Zugführer Thomas Pyritz in der nächsten Woche eingesetzt. Die eingesetzten Kräfte wurden für den Einsatz von ihren Arbeitgebern freigestellt. An dieser Stelle danken wir den Arbeitgebern für ihr Unterstützung und Möglichmachung des Einsatzes herzlich.

 

Der BR 500 ist eine Besonderheit des THW: Aktuell verpflegen Logistik-Einheiten des THW etwa 1.300 Einsatzkräfte, dafür bereiten sie mehr als 4.000 Mahlzeiten am Tag zu. Dieses THW-System gibt es deutschlandweit zweimal. Es ist dafür ausgelegt, 500 Einsatzkräfte über lange Zeiträume unterzubringen, zu verpflegen und deren Einsatzmaterial instand zu setzen. Die Kapazitäten des BR 500 können auf bis zu 1.500 Unterzubringende erweitert werden. Dafür arbeiten bis zu 250 THW-Kräfte Hand in Hand und stellen die Logistik, Infrastruktur, Stromversorgung und Unterbringungen sicher. Darüber hinaus leuchten Helferinnen und Helfer die Einsatzstellen und das Lager nachts aus.

 

bereitstellungsraum500 moorbrand meppen Foto von Wolfgang Schumann

Bereitstellungsraum 500 / Feldlager in Meppen (Foto von Wolfgang Schumann)

 

Mit inzwischen 15 Hochleistungspumpen fördern die THW-Kräfte der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen seit dem 13. September für die Brandbekämpfung im Moor 15.000 Liter Wasser pro Minute – also 250 Liter pro Sekunde. Dafür entnehmen sie Wasser aus Flüssen und leiten es in drei Wasserförderstrecken, die bis zu sieben Kilometer lang sind. Auf den Strecken verteilt befinden sich weitere Pumpstationen, die den Wasserdruck aufrechterhalten. Insgesamt sind derzeit über 500 ehrenamtliche THW-Helferinnen und Helfer aus 90 Ortsverbänden aus ganz Deutschland in Meppen im Einsatz.

 

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

 

Um die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können, benötigt das THW die Mitarbeit interessierter Bürgerinnen und Bürger. Mithelfen kann jeder ab 10 Jahren. Eine weitere Altersgrenze gibt es nicht. Die Ausbildung der THW-Helfer erfolgt durch den Ortsverband an dessen Dienstveranstaltungen oder durch Lehrgänge an den THW-Bundesschulen in Hoya und Neuhausen. Der erste Technische Zug (1.TZ) des Ortsverbandes Stolberg führt seine Ausbildungsdienste Montagsabends ab 18.30 Uhr durch.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 02402-24708.

Der Ortsverband Stolberg sucht aber nicht nur neue engagierte Helfer für den ersten Technischen Zug (1.TZ), sondern auch jüngeren Nachwuchs, der in der THW Jugend spielend im Team helfen lernen möchte. Die Jugenddienste finden 14-tägig Freitagabends ab 17:30 Uhr statt. Alle Diensttermine können dem Terminkalender unter www.thw-stolberg.de entnommen werden.

 

Sie können das THW Stolberg nicht nur durch ihre aktive Tätigkeit unterstützen, sondern auch für den Stolberger Auslandsexperten Thomas Johnen beim deutschen Engagementpreis unter www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis abstimmen. Hierzu geben Sie als Suchwort Thomas Johnen ein.

 

Auslandsexperte mit „Stolberger Gold“ ausgezeichnet und zum deutschen Engagementpreis nominiert

ehrenamtspreis

Foto: Robert Schäfer, https://www.robert-schaefer.info

 

Der Auslandsexperte Thomas Johnen aus dem Ortsverband Stolberg wurde durch Tim Grüttemeier, den Bürgermeister der Stadt Stolberg, für sein langjähriges außerordentliches Engagement im THW ausgezeichnet.


Die Stadt Stolberg drückt jedes Jahr mit dem Ehrenamtspreis ihre Dankbarkeit gegenüber ehrenamtlich tätigen Bürgern aus. Denn Ehrenamt wird in Stolberg nicht nur im Katastrophenschutz großgeschrieben. So fanden sich zur feierlichen Preisverleihung im Rittersaal der Burg am 15. Juni 2018 Ehrenamtler aus vielseitigen Bereichen ein. Sechs Ehrenamtler aus der Kupferstadt Stolberg wurden durch den Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und die Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen ausgezeichnet. Hierbei erhielten die Ehrenamtler als Auszeichnung eine Medaille, die als Unikat „als Zeichen [der] Hochachtung und der Wertschätzung“ für die außerordentliche ehrenamtliche Leistung dient. Bevor der Bürgermeister auf die Ehrung des THW-Auslandsexperten Thomas Johnen zu sprechen kam bezeichnete er das Ehrenamt „als Grundlage dessen, was wir Gemeinsinn nennen“ und stellte fest: „Sie, liebe Ehrenamtler, sind das Herz unserer Gesellschaft.“ Für sein unermüdliches Engagement wurden Thomas Johnen, der seit 1986 beim Technischen Hilfswerk aktiv ist, als „das Gesicht Deutschlands in den Krisenregionen der Welt“ vorgestellt und geehrt. Der Projektmanager ist unter anderem Diplomat und Berater bei internationalen Krisen für das Auswärtige Amt und die Bundesregierung. Zudem ist er als Dozent an den Ausbildungszentren des THW für Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland tätig. Die Auszeichnung hat Thomas Johnen sehr überrascht. Neben seinen weitreichenden Tätigkeiten im Ausland ist Thomas Johnen auch im Stolberger Ortsverband als Fachberater tätig. Hierbei ist er aktiv an der guten Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Stolberg beteiligt. Darüber hinaus setzt er sein weitreichendes Fachwissen und sein großes planerisches Können als Fachberater auf Ebene der Städteregion Aachen ein.

 

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Am 13. September 2019 ludt der Stolberger Bürgermeister Tim Grüttemeier erneut die Ehrenamtspreisträger 2018 ein, um die Fotos der Preisträger im Rathaus der Stadt Stolberg feierlich anbringen zu lassen.

 

Zudem stellte unser Bürgermeister die Kanidaten für den Ehrenamtspreis 2019 vorzustellen. Hierbei werden durch die Stadt Stolberg besonders die Katastrophenschutzorganisationen Feuerwehr, DRK und THW mit ca. 800 ehrenamtlichen Kräften bedacht. Die Stadt Stolberg zeichnet 2019 unseren Ortsbeauftragten Wolfgang Geicht und seinen Stellvertreter Ralf Flöhr für ihre langjährigen Verdienste im THW und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement aus.

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Neben den Ehrungen durch die Stadt Stolberg ist unser Auslandsexperte Thomas Johnen auch für den deutschen Engagementspreis nominiert. Hierbei erhalten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit für einen nominierte(n) Kanidat(in) bzw. eine Organisation abzustimmen.

Bitte unterstützen Sie uns und stimmen für Thomas Johnen ab.

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Raus aus dem Alltag - Rein ins Gelände

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Im Einsatzfall müssen die Kraftfahrer des Technischen Hilfswerks (THW) durch überschwemmtes oder völlig unwegsames Gelände zur Einsatzstelle unfallsicher fahren können. Diese Fertigkeiten können nur durch eine realitätsnahe Ausbildung geschult werden. Zu diesem Zwecke trafen sich acht Helfer aus vier Ortsverbänden des Einzugsbereichs der Regionalstelle Aachen zu einer Bereichsausbildung zum Thema Unimog (Technik und Fahren).

Unter der fachlichen Anleitung des THW Bereichsausbilders für Kraftfahrer, der darüber hinaus ambitionierter Trail-Fahrer ist, fand zunächst die theoretische Ausbildung zur Technik des Unimog statt.

Am Praxistag wurde dann der Unimog in die freie Wildbahn gelassen. Vier Unimogs wurden mit je zwei Kraftfahrern und einem Ausbilder besetzt. Zunächst wurde sich langsam an das Gelände herangetastet. Hierbei wendeten die Teilnehmer das zuvor erarbeitete Wissen zum Unimog an und lernten schrittweise die Fahrzeuge besser kennen.

Nachdem erst leichte Hügel, Schrägfahrten und Abhänge gemeistert wurden, steigerte sich die Schwierigkeit sehr schnell. So wurden Steilhänge von 30 Metern Länge und ca. 100% (45°) Steigung in beide Richtungen befahren und das unwegsame Gelände erkundet.

Mit zunehmender Übung konnten die Fahrer die Fahrzeuge geübt und sicherer im Gelände bewegen, so dass nach einem gemütlichen Mittagessen, die Teilnehmer das Übungsgelände eigenständig befahren durften. Hier konnte jeder Teilnehmer das vorher erlernte vertiefen und selbst neue Wege finden. Am späten Nachmittag endete die Bereichsausbildung mit einer Evaluation.

Der Ortsverband Stolberg bedankt sich herzlich, auch im Namen aller Teilnehmer, bei den Organisatoren für die tolle Ausbildung und den gelungenen Tag.

 

Text / Foto: Heiko Garschke

THW-Jugend auf dem Pfarrfest St. Franziskus

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Die THW-Jugend Stolberg nutzte während des Pfarrfestes der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus in Stolberg die Gelegenheit, mit einer Ausstellung sich bei den Familien des Stadtteils Velau vorzustellen. Neben der Präsentation des Mehrzweckkraftwagens (MzKW) der zweiten Bergungsgruppe und dessen Material hatte die THW-Jugend führte die THW Jugend ihre Ausbildung mit dem Thema Verletztenrettung und Erkundung vor den Augen der Pfarrfestbesucher durch.

 

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Großbrand an der Zuckerfabrik Jülich

 

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In der Nacht zum Samstag brannte in der Jülicher Zuckerfabrik eine große Lagerhalle. Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz um den Brand zu löschen.

Gegen drei Uhr wurde unser THW Fachberater alarmiert. Vor Ort entschied er gemeinsam mit der Einsatzleitung einen THW Baufachberater hinzuzuziehen. Nachdem das Feuer am frühen Morgen gelöscht war wurde das weitere Vorgehen besprochen. Ein weiterer Baufachberater des THW [Ortsverbandes Stolberg] wurde zur Einsatzstelle alarmiert.

Ein Trupp der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FK) errrichtete eine Führungsstelle um den Einsatz vor Ort durch den Feuerwehreinsatzleiter zu koordinieren. Aus dem Ortsverband Hürtgenwald wurde das Einsatzstelle -Sicherungssystem (ESS) alarmiert. Das ESS wird am Gebäude angebracht und erkennt kleinste Bewegungen durch Lasermessungen. Die Bergungsgruppe aus Jülich wurde  zusammen mit der Feuerwehr Jülich Löschgruppe Welldorf beauftragt weitere Teile des Daches zu öffnen um Glutnester löschen zu können. Anschließend wurden mehrere Rauchentlüftungsklappen (ca. 4qm und 1m hoch) abgebaut und mittels des angeforderten Mobilkrans vom Dach gehoben, da diese drohten in die Halle zu stürzen.

Um 22 Uhr konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden.

 

Quelle (Text und Bild): Jessica Sybertz, Ortsverband Jülich

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