Übung in Wesel

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. September 2015 Veröffentlichungsdatum Geschrieben von W.Geicht

Übung Wesel 18.8.2015 452 640x417

Realitiätsnahe Einsatzübung des THW-Stolberg

Nachdem das Jahr 2015 für das Technische Hilfswerk Stolberg vor allem durch Einsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe geprägt war, dürfen die
Katstrophenschützer nicht ihre Hauptaufgabe den Schutz der Bevölkerung bei großen Unfällen und Katastrophen vernachlässigen. Daher trainierten die Helferinnen und Helfer des THW Stolberg am Wochenende den Ernstfall auf dem Übungsgelände des THW in Hamminkeln/Stadt Wesel am Niederrhein.

Nach einem angenommenen Chemieunfall wurde das THW Stolberg zur Hilfeleistung in Wesel angefordert. In zwei Verbänden, gekennzeichnet durch blaue Fahnen und mit Blaulicht, fuhren die 35 eingesetzten THWler ab freitags Mittag das Übungsgelände an, wo sie nach einer kurzen Einweisung durch die Einsatzleitung und einem Abendessen bei Dämmerung mit der großflächigen Ausleuchtung des Geländes und mit Rettungsübungen unter Atemschutz in den von künstlichem Nebel eingehüllten Ruinen begannen. Sieben Junghelfer und sieben
Übungspuppen galt es zu orten und aus versperrten Räumen unter Einsatz von schwerem Gerät zu retten. Erst weit nach Mitternacht konnten die Helfer die von einem Vorkommando mit Feldbetten ausgestatteten Schlafräume in Fahrzeughallen beziehen.

Am nächsten Morgen ging es mit einer Gruppenausbildung in Bergungsmethoden weiter. Am Nachmittag stand dann wieder eine Einsatzübung auf dem Programm, die vom Zugtrupp mit Hilfe der neuen Digitalfunkausrüstung geleitet wurde, Es galt Junghelfer zu bergen, die
realistisch als Unfallopfer geschminkt waren. Von einfachen Schnitt- und Schürfwunden bis zu größeren Verletzungen wie Wirbelsäulenverletzung, ein offenes Sprunggelenk oder eine abgetrennte Hand wurden Verletzungsbilder realisiert. Schauspielerisches Können wurde den Darstellern abverlangt, sodass die Helfer während der gesamten Rettung die Verletzten betreuen mussten. Selbst der sehr
aufdringlich gespielten Presse hielten die Helfer stand. Eine weitere Aufgabe für die Bergungshelfer und Helferinenn bestand im Aufbau eines Hochwasserlauftsteg aus Rohrbaugerüst, wie er im Einsatzfall für das überflutete Schnorrenfeld in Stolberg-Atsch seit der Jahreswende bereitgehalten wird.

Um die Ausbildung für die freiwilligen Helfer attraktiv zu gestalten, darf neben der fachlichen Vermittlung der Inhalte ein gewisser Spaß
natürlich nicht fehlen. Nachdem der Samstag mit einem kollegialen Abend ausgeklungen war, wurde hieß es nach einer viel zu kurzen Nacht am Sonntag frühstücken,zusammenpacken und aufräumen. Die Fahrt in die Heimat wurde wie üblich im geschlossenen Verband durchgeführt und der Heimatstandort wurden am frühen Nachmittag erreicht, nachdem kleinere technische Defekte für weitere unfreiwillige Übungseinlagen auf dem Rückmarsch sorgten.

2016 - Wesel reloaded!

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