Hochwassereinsatz in Stolberg

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. Juli 2014 Veröffentlichungsdatum Geschrieben von W.Geicht

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Nach längeren und ergiebigen Regenfällen in der Eifel und im Raum Stolberg rief die Stadt Stolberg am Mittag des 9.7.2014 den Krisenstab zusammen, weil die Pegel von Vichtbach und Inde in Rekordzeit anstiegen. Gegen 15.00 Uhr wurde der Ortsbeauftragte Wolfgang Geicht durch den Fachberater Thomas Johnen für die Bereitsstellung von Sandsäcken aus OV-Beständen alarmiert. Nach Auslösung der Funkmeldeempfänger für den Technischen Zug überschlugen sich die Ereignisse. Nach Verlastung von 500 Sandsäcken auf den Unimog der Infrastrukturgruppe und den MZKW der 2. Bergungsgruppe wurden die Ortsverbände Jülich und Schleiden für den Transport von jeweils 1000 Sandsäcken zu Einsatzstellen in Stolberg Vicht und Zweifall alarmiert. Gemeinsam mit der 2. Bergungsgruppe bauten die Helfer der Beleuchtungsgruppe und des OV Jülich in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Stolberg Sandsackdämme. Ein Teil der Sandsäcke wurden an die Bevölkerung zur Selbsthilfe ausgegeben. Weitere Sandsäcke wurden durch die Ortsverbände Hürtgenwald, Simmerath, Aachen, Eschweiler und Bergisch Gladbach angeliefert. Die 1. Bergungsgruppe wurde in Zusammenarbeit mit einer Löschgruppe zur Sicherung und Auspumpen von Kellern in der Altstadt eingesetzt. Dabei kamen 5 Tauchpumpen mit je 1000 Litern/Minute betrieben mit dem 57 kVA Stromerzeuger des OV zum Einsatz, der bis zum Vormittag des folgenden Donnerstags dauernd sollte. Wegen der steigenden Einsatzanforderungen durch den Krisenstab wurden Bergungsgruppen der Ortsverbände Aachen, Alsdorf und Eschweiler durch die LuK des Ortsverbandes über die Geschäftsstelle alamiert. Neben der Beseitigung von umgestürzten Bäumen und Hindernissen an Brücken sowie Pumparbeiten wurde ein 70 m langer Behelfsdamm an der Stolberger Kläranlage durch die THW-Kräfte errichtet. Nach einer weiteren Anforderung stellte die ÖGA-Logistik des OV Verpflegung für die THW-Helfer sowie für ca 70 eingesetzte Polizisten zur Verfügung. Am späten Abend wurde wegen der zur Neige gehenden Sandsackvorräte ( insgesamt mehr als 5000 duch das THW bereitgestellt) die Einrichtung eines Sandsackfüllplatzes bei einem örtlichen Baustoffhändler beschlossen. Der Zugtrupp des OV Herzogenrath übernahm dort die Einsatzleitung  der eingesetzten Bergungshelfer aus Herzogenrath, Alsdorf und Jülich, die unterstützt durch die Räumgruppe Eschweiler und die Beleuchtungsgruppe des OV Stolberg mit dem Sandsackfüllgerät des Hilfeleistungszentrum Stockheim Akkordarbeit leisteten. Weitere Einsatzanfordrungen betrafen den Bau von Behelfsstegen im Schnorrenfeld und Treibstofftransporte für Feuerwehrkräfte. Als sich gegen 6.00 Uhr die Hochwasserlage entspannte, konnte die Helfer der anderen Ortsverbände aus dem Einsatz entlassen werden, zumal sich in der Zwischenzeit weitere Einsätze in Jülich und Eschweiler ergaben. Am frühen Vormittag musste nochmals eine Bergungsgruppe des OV Düren für Stegebau und Pumparbeiten im Schorrenfeld alarmiert werden, weil die restlichen eigenen Kräfte in der Altstadt gebunden waren. Gegen 15.00 Uhr konnte der Einsatz für die OV Düren und Stolberg schließlich beendet werden. Insgesamt waren mehr als 30 Helfer des OV Stolberg eingesetzt. Bedanken möchten wir uns für die tatkräftigen Unterstützung der Ortsverbände Aachen, Alsdorf, Bergisch-Gladbach, Düren, Eschweiler, Hürtgenwald, Jülich, Schleiden und Simmerath durch den SB Einsatz der Gfst. Aachen Dirk Schmitz und die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg, der Polizei und nicht zuletzt dem Krisenstab der Stadt Stolberg.

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